Hautkrebs-
früherkennung

Hautkrebs ist die am häufigsten auftretende Krebsart Deutschlands. Die Erkrankung zeigt durch Sonneneinstrahlung, Solariumbesuche und den allgemeinen Lebenswandel weiterhin eine stetige Zunahme. 

Warum ist die Hautkrebsvorsorge so wichtig?

Wir empfehlen daher regelmäßige Hautkrebsfrüherkennungsuntersuchungen. Hierbei werden jegliche Auffälligkeiten, wie Muttermale, heller und schwarzer Hautkrebs und gutartige, aber ästhetisch störende Hautveränderungen erfasst. Um Ihre Haut optimal beurteilen zu können, verzichten Sie bitte am Morgen vor der Untersuchung auf Make-up, Cremes oder Körperlotionen. Nagellack sollte ebenfalls vorab entfernt werden.  

Bei frühzeitiger Diagnose bestehen sehr gute Chancen, Hautkrebs mit relativ geringem Aufwand und guten ästhetischen Ergebnissen zu heilen. Dies erfolgt üblicherweise ambulant. Einige Arten des hellen Hautkrebses können inzwischen auch ohne Operation durch Cremes, photodynamische Therapie oder Kryotherapie behandelt werden.

Die wichtigsten Hautveränderungen im Überblick

Bei Muttermalen (Leberflecke, Pigmentmale, Pigmentnävi, Nävi, Nävuszellnävi) handelt es sich um eine Vermehrung bestimmter Hautzellen. Sie können verschiedene Größen, Formen sowie Farben haben und am ganzen Körper entstehen. Muttermale sind an sich gutartig, doch aus einigen Muttermalen kann sich der schwarze Hautkrebs (Melanom) entwickeln. Daher bedürfen sie einer regelmäßigen Kontrolle.

Das Maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist die bekannteste und gefährlichste Hautkrebsform. Es kann sich entweder auf normaler Haut oder aus Muttermalen entwickeln. Neben einer genetischen Veranlagung scheinen offenbar insbesondere Sonnenbrände im Kinder- und Jugendalter zu einer Melanom-Entstehung beizutragen.

Während frühe Formen durch eine Operation in örtlicher Betäubung meist geheilt werden können, kommt es bei einer verspäteten Diagnose zu Tochtergeschwülsten (Metastasen) im Körper. Daher ist eine gründliche und regelmäßige Hautkrebsvorsorgeuntersuchung dringend zu empfehlen.

Beim weißen Hautkrebs handelt es sich um mehrere Hautkrebsarten, die sich aus den nicht-pigmentbildenden Zellen der Haut entwickeln. Die häufigsten Formen sind das Basalzellkarzinom (Basaliom), das Plattenepithelkarzinom (Spinozelluläres Karzinom, Spinaliom, Stachelzellkrebs) sowie die Hautkrebsvorstufe aktinische Keratosen. Das Risiko, an einem sogenannten nicht-melanozytären Hautkrebs zu erkranken, steigt mit der lebenslang erworbenen UV-Dosis und daher mit zunehmendem Alter. Da der weiße Hautkrebs nur sehr selten Metastasen (Tochtergeschwülste) bildet, ist er in der Regel heilbar. Neben einer Operation kommen gerade bei oberflächlichen Varianten auch schnittlose Verfahren wie die Photodynamische Therapie, Cremes und eine Vereisung (Kryotherapie) in Frage.
Daneben werden auch seltene Hautkrebsarten wie das Merkelzell-Karzinom oder das atypische Fibroxanthom diagnostiziert und anschließend behandelt.
Auch weitere gutartige Veränderungen wie Lipome, Zysten, Altersflecken (Lentigines), seborrhoische Warzen (seborrhoische Keratosen, Alterswarzen), Angiome und vieles mehr können von uns auf Wunsch beseitigt werden.

Kostenübernahme für die Hautkrebsfrüherkennung

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ab dem 35. Lebensjahr (einige Krankenkassen bereits früher) alle 2 Jahre die Kosten für die Untersuchung der gesamten Haut.
Zusätzlich ist eine computergestützte Video-Auflichtmikroskopie von Pigmentmalen möglich. Dies ist eine Selbstzahlerleistung, die von den privaten Krankenversicherungen erstattet wird.

Welche Vorteile bietet die Video-Auflichtmikroskopie?

Die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung mit Video-Auflichtmikroskopie gehört zu den fortschrittlichen Verfahren der Muttermalkontrolle. Gegenüber der reinen Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop bietet sie folgende wesentliche Vorteile:

  • Durch die höhere und variabel einstellbare Vergrößerung (15 – 200fach) gegenüber dem Auflichtmikroskop sind bereits kleine Abweichungen, die einen Hinweis auf Bösartigkeit geben, besser erkennbar. Hierdurch kann Hautkrebs in einem sehr frühen Stadium erkannt und behandelt werden.
  • Eine objektive Verlaufsbeurteilung von Pigmentläsionen ist möglich. Zwei oder mehrere in zeitlicher Folge angefertigte Aufnahmen einer Hautveränderung können direkt auf dem Bildschirm miteinander verglichen werden.
  • Durch die höhere Vergrößerung und die zeitliche Verlaufsbeurteilung können unnötige Operationen gutartiger Pigmentläsionen reduziert werden. Andererseits können bösartige Pigmentläsionen in bereits sehr frühem Stadium erkannt und zielgerichtet behandelt werden.
  • Das Programm gibt eine computergestützte Hilfestellung für die Einordnung von Pigmentläsionen als eher gut- oder bösartig. Hierbei werden die Bilder KI-basiert mit Hilfe eines Mustererkennungsprogramms mit einer Datenbank verglichen.

Impedanz-Spektroskopie (Nevisense) zur zuverlässigen Erkennung bösartiger Hauttumore

Die Impedanz-Spektroskopie (EIS, Nevisense) ist ein Verfahren, welches die Diagnose von Melanomen, Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen erleichtert. Sie liefert wichtige Zusatzinformationen und wird zur Unterstützung in der Hautkrebsfrüherkennung eingesetzt. Hierbei wird der elektrische Scheinwiderstand (Impedanz) des Gewebes bestimmt. Daraus resultiert ein Vorhersagewert, mit welcher Wahrscheinlichkeit es sich um eine bösartige Hautveränderung handelt.


Wissenschaftliche Evidenz der Impedanz-Spektroskopie:

Nevisense bietet nachweislich eine effektive Unterstützung bei der Erkennung aller Stadien von Melanomen. Bis heute wurden über 4.000 Patienten und gesunde Freiwillige mit Nevisense untersucht, einschließlich der Analyse von 2.416 Läsionen im Rahmen der im British Journal of Dermatology veröffentlichten Pivotstudie (Malvehy J et al., 2015).

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