Ursachen für Haarausfall - vielfältig und individuell
Haarverlust kann durch viele Faktoren verursacht werden - von Erkrankungen, Medikamenten und Mangelzuständen bis hin zu Stress, hormonellen Veränderungen, genetischer Veranlagung, Alter sowie Operationen.
Der häufigste Grund ist erblich bedingter Haarverlust (androgenetische Alopezie). Das Haar dünnt oft bereits ab dem 20. Lebensjahr aus – bei Männern bilden sich sogenannte Geheimratsecken auf der Stirn, bis hin zur Halb- oder Vollglatze. Bei Frauen zeigt sich der Haarausfall meist am Scheitel.
Viele Frauen leiden nach einer Entbindung oder in der Menopause unter Haarausfall. Ursächlich sind hormonelle Veränderungen, in der Menopause der sinkende Östrogenspiegel.
Weitere häufige Ursache für diffusen Haarverlust können Eisenmangel, Funktionsstörungen der Schilddrüse, gravierende Erkrankungen und eine Reihe von Medikamenten sein. Auch der sog. „kreisrunde“ Haarausfall kann sich durch diffusen Haarverlust zeigen.
Aufgrund dieser komplexen Zusammenhänge ist eine präzise Diagnostik der erste Schritt auf dem Weg zu einer passenden Behandlung.
Haaranalyse mit MicroDERM® Hair – Diagnose und Festlegung der Behandlungsmethode
Das Vorgehen zur Behandlung des Haarschwunds richtet sich nach der vorliegenden Ursache. Mit der computergestützten Haaranalyse MicroDERM® Hair lassen sich Haarlänge, Haardicke, Haaranzahl und das Anagen-Telogen-Verhältnis analysieren.
Zur Erstellung der digitalen Trichogramme muss zunächst ein Haarareal von 1 Quadratzentimeter ausgewählt und das Haar auf 1 mm Länge gekürzt werden. Es folgt eine sofortige Fotoaufnahme des rasierten Bereiches, die nach zwei Tagen wiederholt wird. Das anschließend ausgewertete Phototrichogramm bildet, neben einer Blutuntersuchung zur Abklärung von Erkrankungen, die Grundlage zur Festlegung der geeigneten Therapie.
Nach Ausschluss krankhafter Ursachen für den Haarausfall können wir zwei bewährte Methoden anbieten.
Injektions-Behandlungen bei Haarausfall
1. Injektion von plättchen- oder thrombozytenreichen Plasma (PRP)
PRP, kurz für plättchenreiches Plasma, ist aus Eigenblut gewonnenes Blutplasma und kommt seit Jahren in verschiedenen medizinischen Bereichen zum Einsatz. In der Dermatologie findet es sowohl zur Hautverjüngung als auch bei Haarausfall Anwendung. PRP beinhaltet neben Blutplättchen insbesondere auch Wachstumsfaktoren und Proteine, welche erwiesenermaßen das Zellwachstum und die Regeneration der Haut sowie der Haarfollikel anregen.
Diese innovative Behandlung wurde speziell für Patienten mit hormonell bedingtem Haarausfall entwickelt. Polynukleotide sorgen für eine intensive Tiefenhydratation der Kopfhaut und schützen diese vor freien Radikalen. Sie stimulieren die Haarfollikel, beschleunigen die Zellteilung und bewirken somit stärkere, gesündere Haare und einen verbesserten Haarwachstum. Polynukleotide stammen aus kontrolliertem europäischem Frischwasserfisch und sind nachweislich sehr gut verträglich und effizient - basierend auf über 70 Jahren Forschung und mehr als 100 Studien.
Vorbereitung
Der Patient bzw. die Patientin sollte in den Tagen vor der Behandlung auf die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten verzichten. Nähere Informationen zur Vorsorge erhalten Sie im persönlichen Beratungsgespräch mit Ihrem behandelnden Facharzt.
Ablauf der Therapie
In der Hautmedizin Bad Soden beginnen wir sowohl die PRP- als auch die Polynukleotid-Behandlung zunächst mit dem Desinfizieren des zu behandelnden Haarareals. Eine örtliche Betäubung ist bei beiden Verfahren nicht notwendig, da diese äußerst schmerzarm sind. Bei der PRP-Behandlung wird aus der Armvene eine kleine Menge Blut (etwa 15 ml) entnommen und mit einer besonderen Zentrifuge zur Abtrennung des Blutplasmas aufbereitet. Anschließend wird das PRP mit einer feinen Nadel in die Kopfhaut injiziert. Polynukleotide werden ebenfalls mithilfe einer sehr feinen Nadel in das zu behandelnde Areal injiziert.
Die Behandlungen dauern je nach Aufwand ungefähr 30 Minuten.
Nachsorge
Kopfhaut und Haare können nach der Behandlung noch feucht sein. Bringen Sie sich daher ggf. eine Kopfbedeckung mit, die Sie im Anschluss des Termins tragen können. Die erste Haarwäsche sollte erst am Morgen nach der Behandlung erfolgen.
Mögliche Risiken
Risiken sind dank der Verwendung körpereigenen Materials und der besonders hohen Verträglichkeit der Polynukleotide äußerst selten. Auch Infektionen während der Behandlung können wir durch die strengen Hygienevorschriften in unserer Hautarztpraxis weitgehend ausschließen. Nebenwirkungen wie vorübergehende Schwellungen, Blutergüsse und ein leichtes Taubheitsgefühl treten hin und wieder auf, sind jedoch medizinisch unbedenklich. Wundheilungsstörungen oder Narbenbildungen sind dagegen sehr selten.
Zu erwartendes Ergebnis der Injektions-Behandlung
Beide Methoden können die Haarregeneration und das Wachstum fördern, was in Studien bestätigt wurde. Die Behandlung erfolgt zunächst drei Mal im Abstand von vier Wochen, gefolgt von regelmäßigen Auffrischungen alle 6 bis 12 Monate..
Ausführliche Informationen zu den Therapie-Optionen bei Haarausfall mit PRP und Polynukleotiden geben wir Ihnen sehr gerne im Rahmen eines persönlichen Beratungsgespräch bei uns in der Hautmedizin Bad Soden.
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