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Ich interessiere mich für Lipödem / Liposuktion Ambulante Operationen Ästhetik & Laser Dermatologie Schulungen Venen Sole-Licht-Therapie

Was ist ein Lipödem?

Ein Lipödem bezeichnet eine Vermehrung des Fettgewebes der Unterhaut an den Beinen, in einigen Fällen auch an den Armen. Fälschlicherweise oft mit gewöhnlichem Übergewicht verwechselt, bildet sich das Lipödem nur partiell, andere Körperbereiche bleiben normalgewichtig. In den Anfangsstadien bestehen keine körperlichen Beschwerden, später kann es jedoch zu Druckschmerzen und Schwellungen und blauen Flecken kommen. Eine zunehmende Belastung der Lymphgefäße kann zusätzlich zur Bildung eines Lymphödems führen.
Diese Fettverteilungsstörung ist als Erkrankung einzustufen und tritt fast ausschließlich bei Frauen auf.

Welche Ursache hat die Entstehung eines Lipödems?

Die genauen Ursachen konnten bisher nicht ermittelt werden, allerdings besteht die Vermutung, dass das Phänomen genetisch vererbbar ist, da ein erhöhtes Auftreten in der direkten Verwandtschaft verzeichnet werden konnte.
Ebenfalls wird eine Hormonveränderung mit Lipödemen in Verbindung gebracht, da diese meist in der Pubertät entstehen oder sich im Zusammenhang mit Schwangerschaften bilden.

Wie kann ein Lipödem behandelt werden?

Die meisten konservativen Behandlungsmethoden gegen ein Lipödem helfen nicht bei der Heilung der Erkrankung. Sportliche Betätigung und gesunde Ernährung bringen keine Reduzierung des erkrankten Fettgewebes.
Oftmals werden jedoch Therapien zur vorübergehenden Linderung der Beschwerden angewendet, so zum Beispiel die komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) mittels Lymphdrainagen oder die Anwendung von Kompressionsstrümpfen. Beide Methoden dienen der Entstauung gespeicherter Wasseranlagen im Fettgewebe.

Die derzeit einzige Möglichkeit zur dauerhaftes Verminderung des Lipödems stellt die Fettabsaugung dar.

Was bewirkt die Tumeszenz-Liposuktion?

Seit Ende der 80er Jahre ist die sogenannte Tumeszenz-Liposuktion eine gängige Form der Fettabsaugung. Dabei wird im Vorfeld der Absaugung eine Mischung aus Kochsalzlösung, örtlichem Betäubungsmittel, Bicarbonat und verdünntem Adrenalin in das betroffene Gewebe injiziert. Die Tumeszenzlösung bewirkt die Aufschwemmung des Fettgewebes, das sich so leichter vom umliegenden Gewebe lösen lässt. Das Risiko für Blutungen während der OP wird ebenfalls minimiert. Hier kam es in der Vergangenheit ohne Aufweichung des Fettes zu vermehrten Verletzungen der Nerven und des Bindegewebes. Dank der Tumeszens-Liposuktion ist das Risiko für derartige Nebenwirkungen äußerst gering.

Nach etwa 60-90 Minuten der Einwirkzeit kann mit der eigentlichen Fettabsaugung begonnen werden.

Für wen ist eine Fettabsaugung geeignet?

Einer Fettabsaugung können sich alle volljährigen Patienten unterziehen, die unter keinen Herz- und Kreislaufbeschwerden oder Entzündungen der Haut leiden. Auch weitere schwere Erkrankungen können gegen einen Eingriff sprechen. Als Beispiel sind hier eine verzögerte Blutgerinnung oder Wundheilungsstörungen zu nennen. Ob die Fettabsaugung für Sie in Frage kommt, klären wir in einem ausführlichen Vorgespräch.

Wie wird die Fettabsaugung durchgeführt?

Die Hautmedizin Bad Soden bietet die gewebeschonendste Methode zur Fettabsaugung an: die vibrationsassistierte Tumeszenz-Liposuktion. Hierbei werden die Fettzellen nach Verabreichung der Tumeszenzlösung mittels 4mm dünner Kanülen entfernt, die unter leichte Vibration gesetzt werden. Dieses Verfahren ermöglicht eine noch schonendere Absaugung ohne Verletzung von Nerven, Lymph- und Blutgefäßen. Je nach Größe des Behandlungsareals werden mehrere kleine Einschnitte in die Haut vorgenommen, um das Fettgewebe mit der Kanüle erreichen zu können.
Zumeist bleibt ein Teil der injizierten Tumeszenzlösung im Gewebe zurück. Dieser Rest fließt langsam in den nächsten postoperativen Stunden über die kleinen Wunden ab.

Die durch das Lipödem verursachte Druckempfindlichkeit verbessern sich bereits nach wenigen Tagen.

Kann das Lipödem nach einer Absaugung wiederkommen?

Eine Fettabsaugung liefert dauerhafte Ergebnisse, das bedeutet, eine entfernte Fettzelle bildet sich nicht wieder nach. In den meisten Fällen kann jedoch nicht das gesamte Fettgewebe, welches vom Lipödem betroffen ist, entfernt werden. Die verbliebenen erkrankten Zellen können sich daher mit der Zeit wieder ausbreiten. Daher ist selten eine zweite Behandlung nach ca. 8-12 Jahren nötig.

Wie hoch sind die Risiken für Komplikationen?

Komplikationen im Zusammenhang mit einer Fettabsaugung können niemals vollkommen ausgeschlossen werden. Das in unserer Praxis angewendete Verfahren der vibrationsassistierten Tumeszenz-Liposuktion ist jedoch eine äußerst schonende Technik, die Risiken bis auf ein Minimum reduziert.

Nähere Informationen zum Lipödem und einer Behandlung erfahren Sie auch in einer persönlichen Beratung.

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