Ich interessiere mich für Photodynamische Therapie Ambulante Operationen

Die photodynamische Therapie (PDT) stellt ein Verfahren dar, durch welches verschiedene Hauterkrankungen diagnostiziert und behandelt werden können. Die Methode hat sich in unserer Praxis in der Vergangenheit als besonders effektiv bei der Behandlung flächenhafter aktinischer Keratosen (Hautkrebsvorstufen) gezeigt. Teilweise ist die Therapie auch bei oberflächlichen Basaliomen und Morbus Bowen (weißer Hautkrebs) möglich.

Welche Vorteile bietet die PDT?

Eine häufige Vorgehensweise bei diagnostiziertem Hautkrebs ist die Entfernung im Rahmen einer Operation. Diese bedarf in der Regel eine längere Abheilungszeit und unterliegt den typischen Risiken für operative Eingriffe, wie Wundheilungsstörungen und schlechter Narbenbildung.
Die Photodynamische Therapie ist dagegen eine nicht-invasive Methode, die ohne Schnitte auskommt, keine Narben hinterlässt und dementsprechend für fantastische kosmetische Ergebnisse sorgt. Zudem kann hier eine großflächige Behandlung erfolgen, wie sie bei einem kleineren operativen Eingriff gar nicht in dieser Form möglich wäre, beispielsweise die gesamte Kopfhaut. Auch frühzeitige Diagnosen kleinster Hautveränderungen können mit diesem Verfahren bereits erkannt werden.

Wie erfolgt die Behandlung?

Konventionelle PDT mit Rotlicht:

Auf dem zuvor festgelegten Behandlungsareal wird in einem ersten Schritt eine lichtsensibilisierende Creme aufgetragen und mit lichtundurchlässigem Verband abgedeckt. Bei ausgeprägtem Befund wird zuvor noch eine fraktionierte Lasertherapie oder Mikroneedling durchgeführt. Nach etwa 3 Stunden des Einwirkens entfernen wir Verband und etwaige Salbenreste wieder und schließen eine direkte Belichtung mit der Rotlichtlampe für 10-20 Minuten an. Gegebenenfalls auftretende leichte Schmerzen kann mit Schmerzmittel und begleitender Kühlung entgegengewirkt werden. Selten ist eine lokale Betäubung nötig. Die Behandlung erfolgt zweimal im Abstand von 7-14 Tagen.

Photodynamische Therapie mit Tageslicht

Alternativ zur Therapie mit Rotlicht besteht die Möglichkeit einer Tageslicht-Anwendung. Hierfür tragen die Patienten am Behandlungstag einen Sonnenschutz von mindestens 30 LSF auf. In unserer Praxis erfolgt im Rahmen einer einmaligen Behandlung eine Abtragung knotiger Stellen oder Krusten (mittels Kürette) und die Einbringung einer Aminolävulinsäure-Creme durch das Microneedling-Verfahren oder fraktionierte Lasertherapie. Im Anschluss sollten Sie etwa 2 Stunden dem Tageslicht ausgesetzt sein. Auch in den Wintermonaten oder bei schlechtem Wetter können wir diese Therapieform dank einer speziellen Tageslichtlampe anbieten.

Die veränderten Zellen werden in den Tagen nach der Behandlung abgestoßen.

Für wen eignet sich die Photodynamische Therapie?

Insbesondere bei flächigem Vorkommen von aktinischen Keratosen, bei einer sogenannten Feldkanzerisierung.
Aber auch: Da es sich hierbei um eine nicht-invasive Methode handelt, wird sie besonders von Patienten gewählt, die eine Alternative zur Operation suchen. Dies ist möglich, solange sich ein zu entfernender Hautkrebs noch in der Vorstufe befindet oder sehr oberflächlich liegt. In diesen Fällen kann das erkrankte Gewebe vollständig und narbensparend abgetötet werden. Die schonende Behandlung ohne die Notwendigkeit stationären Aufenthalts macht das Verfahren zusätzlich zu einer bevorzugten Methode.
Ist die Tumorbildung dagegen bereits fortgeschritten und in tiefere Hautschichten vorgedrungen, bietet nur ein operativer Eingriff eine wirksame Lösung.

Ausführliche Informationen zum Ablauf und der richtigen Nachsorge erhalten Sie in unserem Infoblatt sowie im persönlichen Gespräch mit einem unserer Dermatologen in den Räumlichkeiten der Hautmedizin Bad Soden.

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