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Wie kann der Dermatologe bei Migräne helfen?

29.11.2019

Der Kopf pulsiert, die Augen schmerzen und sind lichtempfindlich – Symptome, welche typisch für eine Migräne sind. Ob in gelegentlichen Schüben oder in chronischer Regelmäßigkeit, von Migräne betroffene Personen werden häufig durch die auftretenden Beschwerden in ihrem Alltag eingeschränkt. Während Entspannungsverfahren und vom Neurologen verordnete Medikationen hier vielfach gute Linderung versprechen, sind Symptome in besonders massiven Fällen nur schwer zu behandeln. Wie speziell die Dermatologie weiterhelfen kann, erfahren Sie im Folgenden.

Wirkt Botox gegen Migräne?

Botulinumtoxin A, besser bekannt als Botox, hat sich besonders im Bereich der Faltenbehandlung in den letzten Jahrzehnten einen Namen gemacht. Das Nervengift erzeugt, in kleinen Dosen injiziert, eine vorübergehende Glättung von Mimikfalten im Gesicht. Aber auch abseits der Ästhetik erzielt die Botox-Injektion gute Erfolge bei der Linderung medizinischer Beschwerden. So können beispielsweise Hyperhidrose (starkes Schwitzen) und Bruxismus (Zähneknirschen) durch regelmäßige Behandlungen reduziert werden.

Ebenso besteht die Möglichkeit, chronische Migräne mittels Botox abzuschwächen bzw. weiteren Schüben vorzubeugen. Hierzu kann der Wirkstoff vom erfahrenen Dermatologen in die vom Kopfschmerz betroffene Region injiziert werden und bewirkt die Entspannung der Muskulatur und somit eine Schmerzhemmung. Die Wirkung kann in regelmäßiger Auffrischung langfristig halten.

Ist die Migräne-Behandlung mit Botox für jeden Patienten geeignet?

Botox als Migräne-Medikament unterliegt strengen Regelungen und darf nicht in jedem Fall eingesetzt werden. Die medikamentöse Behandlung mit Schmerztabletten gilt nach wie vor als priorisiertes Mittel. Nur wenn der Patient oder die Patientin nicht auf diese Art der Therapie anspricht oder eine Unverträglichkeit vorliegt, darf auf Botulinumtoxin zurückgegriffen werden. Aber auch hier ist abhängig von der Patientengeschichte nicht immer ein Erfolg garantiert. Die Indikation für den Einsatz von Botox zur Behandlung von Migräne sollte immer von einem Neurologen gestellt werden.

Welche Risiken bestehen bei der Botox-Behandlung?

Das Risiko für Nebenwirkungen infolge einer Therapie mit Botulinumtoxin ist bei fachgerechter Anwendung durch einen erfahrenen (Haut-)Arzt äußerst gering. Aufgrund der geringen Dosis sind gesundheitliche Schädigungen ausgeschlossen. Gegebenenfalls können kleine Hämatome an der Einstichstelle auftreten, die nach wenigen Tagen wieder abklingen. Insgesamt wird die Behandlung von Patienten gut vertragen.

Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten von Botox erhalten Sie auch im persönlichen Beratungsgespräch mit uns. Wir freuen uns auf Ihre Termin-Anfrage!