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Viel trinken für eine schöne & gesunde Haut – Stimmt das?

14.02.2019

Wasser gilt allgemeinhin als „Lebenselixier“. Verständlich, da unser Körper zu etwa 70% aus H2O besteht. Die Flüssigkeitsaufnahme durch regelmäßiges Trinken ist daher unerlässlich für die Gesundheit. Viele Beauty- und Gesundheitsratgeber empfehlen zudem, so viel wie möglich zu trinken und so der Haut eine straffe, gesunde Beschaffenheit und sogar einen schönen Teint zu geben. Doch welchen Einfluss hat Wasser wirklich auf die Haut?

Wassermangel schadet der Haut

Täglich verlieren wir einen großen Anteil der im Körper befindlichen Flüssigkeit, unter anderem durch Schwitzen und wiederholte Toilettengänge. Um diesen Verlust auszugleichen, muss ausreichend getrunken werden; als Richtwert gelten ca. 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Erfolgt keine genügende Wasseraufnahme, kommt es zu Mangelerscheinungen und der Körper äußert dies mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen oder Muskelkrämpfen. Auch die Haut reagiert auf starken Flüssigkeitsmangel – das Gewebe wird weniger durchblutet, trocknet aus und verliert an Elastizität.
Die reine Trinkmenge hat jedoch keinen Einfluss auf die Haut. So wirkt die Haut durch übermäßige Wasseraufnahme weder deutlich straffer und jugendlicher, noch werden so Falten reduziert.

Wasser trinken spendet der Haut KEINE Feuchtigkeit

Trinken versorgt die Haut mit Feuchtigkeit? – Falsch! Denn die Versorgung des Gewebeinneren unterscheidet sich von der der Hautoberfläche. Tatsächlich kann Wasser der äußeren Haut Feuchtigkeit entziehen. Viele Menschen kennen dieses Phänomen, wenn beispielsweise im Winter trotz Händewaschen die Hände trocken und rissig erscheinen, oder nach einer ausgiebigen Dusche die Haut ausgetrocknet und spröde erscheint. Der beste Weg, die Haut von außen mit Feuchtigkeit zu versorgen, erfolgt daher mittels spezieller Feuchtigkeitscreme.

Zuviel Wasser kann ernste Folgen haben

Was der Haut in Maßen gut tut, kann ihr in rauen Mengen schaden und sogar gesundheitliche Risiken für den Körper haben. In der Regel reguliert das natürliche Sättigungsgefühl, dass wir mehr trinken, als wir benötigen. Ein Übermaß an Flüssigkeitsaufnahme (je nach körperlicher Konstitution ab 5 oder 6 Liter) ist dagegen nicht gesund. Statt Nährstoffe aufzunehmen, werden diese eher ausgespült. Der Körper bildet daraufhin Symptome wie bei einem Wassermangel. Um den irrtümlichen Durst zu stillen, wird oft noch mehr getrunken – die Gefahr einer Wasservergiftung besteht. Bei dieser sogenannten Hyponatriämie gerät der Salzhaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht, schlimmstenfalls hat dies tödliche Folgen.

Um den Körper auf Dauer gesund zu halten, gilt es bei der täglichen Wasseraufnahme daher, die „goldene Mitte“ zu finden und auf die natürlichen Körpersignale zu achten. Ausführliche Informationen zur Gesundheit Ihrer Haut erhalten Sie darüber hinaus im persönlichen Beratungsgespräch mit einem Dermatologen. Die Hautmedizin Bad Soden hilft Ihnen gerne weiter!