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Venenerkrankungen – Erscheinungsbilder und Behandlungen

06.03.2020

Wiederkehrende Spannungsgefühle in den Beinen sowie deutlich sichtbare bläuliche Linien unter der Haut können erste Anzeichen für ein bestehendes Venenleiden sein.

Das Venenleiden zählt zu den verbreitetsten Erkrankungen, besonders Frauen im fortgeschrittenen Alter sind häufig betroffen. In der Regel wird das Venenleiden zunächst nur als kosmetischer Makel wahrgenommen, dennoch ist eine Diagnose durch den Dermatologen immer empfehlenswert, um einem gesundheitsgefährdenden Verlauf (bspw. einem Blutstau) frühzeitig vorzubeugen.

Welche Arten von Venenerkrankungen oft auftreten und welche Behandlungen hilfreich sind, erläutern wir Ihnen in diesem Beitrag.

Häufige Formen der Venenerkrankung

Es existieren unterschiedliche Arten von Erkrankungen der Venen. Hier wird zunächst zwischen chronischem und akutem Auftreten unterschieden. Chronische Venenleiden haben nicht selten einen genetischen Ursprung oder treten in Form eines schleichenden Prozesses aufgrund von Bewegungsmangel, hormonellen Veränderungen oder Übergewicht auf.

Besenreiser
Sehr verbreitet sind die sogenannten Besenreiser, eine meist harmlose Erweiterung der kleinen Gefäße, sichtbar als feine blau-rötliche Linien. Unbehandelt können sie sich in einigen Fällen jedoch mit der Zeit zu Krampfadern weiterentwickeln, eine Untersuchung durch den Facharzt ist daher ratsam.

Krampfadern
Krampfadern („Varizen“) sind die am häufigsten auftretenden chronischen Venenerkrankungen. Noch stärker als bei den Besenreisern zeichnen sich deutlich verdickte Venen unter der Haut ab. Die durch einen Blutstau in den Beinvenen entstehenden Krampfadern werden im weiteren Krankheitsverlauf oft von Schwellungsneigung, einem Brennen bis hin zu Schmerzen in den Beinen, Entzündungen und offenen Geschwüren begleitet.

Venenthrombose
Die Venenthrombose gehört zu den akuten Venenleiden. Verbleiben die Beine über einen längeren Zeitraum in derselben Stellung, zum Beispiel auf mehrstündigen Flügen oder bei Bettlägerigkeit, kann es zur Bildung eines Blutgerinnsels und infolgedessen zur Verstopfung der Blutgefäße kommen. Das Blut sammelt sich daraufhin in den Beinen und kann nicht mehr weiterfließen. Bei Verdacht einer Thrombose sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Im schlimmsten Fall kann die Venenthrombose zu einer Lungenembolie führen.

Venenentzündung (Phlebitis)
Eine akute Venenentzündung ist ein bekanntes Begleitphänomen von Krampfadern und wird durch verlangsamten Blutfluss begünstigt. Aber auch Verletzungen der Venen können deren Entzündung zur Folge haben, beispielsweise durch Blutentnahme oder Infusionen. Typische Symptome sind schmerzende Beine, Schwellungen und Verhärtungen sowie Druckempfindlichkeit. Auch hier besteht bei Nicht-Behandlung das Risiko einer Venenthrombose.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen gegen Venenleiden?

Besonders genetischen oder hormonell bedingten Venenleiden lässt sich kaum oder nur mäßig vorbeugen. Jedoch kann der Schweregrad gehemmt und der Verlauf der Erkrankung deutlich verlangsamt werden. Wesentliche Faktoren, die zur Gesundheit der Venen beitragen, sind ausreichende Bewegung und die Vermeidung venenbelastender Situationen. Daher sollten speziell Personen, die berufsbedingt lange stehen oder sitzen, darauf achten, regelmäßig kleinere Pausen einzulegen und „sich die Beine zu vertreten“.

Welche Therapieverfahren helfen bei Venenerkrankungen?

Die Behandlung eines Venenleidens richtet sich nach dem Befund des Facharztes. In Form von Patientengesprächen und Ultraschalluntersuchungen sowie der persönlichen Expertise des Dermatologen können Art und Stadium der Erkrankung festgelegt werden. Je nach Ausprägung stehen verschiedene Therapieverfahren zur Auswahl. Diese reichen von einer medikamentösen Behandlung über die Kompressionstherapie (das Tragen von Kompressionsstrümpfen) bis hin zum operativen Eingriff.

In der Hautmedizin Bad Soden sind wir spezialisiert auf die Behandlung von Krampfadern. Erfolgreiche Methoden sind hier unter anderem das Radiowellen-Verfahren (VNUS Closure), das Laser-Verfahren (ELVES) und die Verödung (Sklerosierung) der betroffenen Venen. Seltener wird heute das früher häufig angewandte sogenannte Stripping-Verfahren notwendig, bei dem das erkrankte Gefäß „herausgezogen“ wird.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Leistungsseite zur Therapie von Venenerkrankungen. Sehr gerne beraten wir Sie auch in einem persönlichen Gespräch zur Notwendigkeit sowie zu den Möglichkeiten einer Behandlung Ihres Venenleidens. Vereinbaren Sie dazu telefonisch, per E-Mail oder über die Online-Terminbuchung doctolib einen Termin für unsere Venensprechstunde. Wir freuen uns über Ihre Anfrage!