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Trockene Hände durch häufiges Waschen? Aktuelle Tipps zur Handpflege

14.04.2020

Häufiges Händewaschen ist derzeit so wichtig wie nie zuvor, um eine Ansteckung mit dem Covid-19-Virus zu vermeiden sowie dessen Verbreitung zu verhindern. Der Nachteil dieser erhöhten Hygienemaßnahmen: Durch das Waschen und die Benutzung von Desinfektionsmitteln wird der Haut Feuchtigkeit entzogen. Viele Menschen leiden daher mittlerweile unter trockenen, spröden und rissigen Händen. Auch Handekzeme treten vermehrt auf. Wie Sie Ihre Hände jetzt richtig pflegen und damit zusätzlich das Infektionsrisiko senken, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Regelmäßiges Händewaschen ist jetzt Pflicht!

Beim Händewaschen „einen Gang runterschalten“, um die Haut nicht zu reizen? Auf keinen Fall! Ein Austrocknen der Hände ist vielmehr als Warnsignal für eine nicht ausreichende Hautpflege zu verstehen.

Mehr denn je sollte jetzt häufiges und gründliches Händewaschen im Fokus stehen, da Seife die Virushülle zerstört. Bereits hier kann einiges für die Haut getan werden. Wer beispielsweise zu trockenen Händen neigt oder schon erste spröde Stellen auf der Haut entdeckt hat, sollte am besten über einen Wechsel der Seife nachdenken. Viele Handseifen enthalten synthetische Duftstoffe und andere Zusätze, die Hautreizungen begünstigen können.

Alternativ zur Seife können sogenannte Syndets verwendet werden. Hierbei handelt es sich um chemisch hergestellte waschaktive Substanzen mit einem ähnlichen pH-Wert wie dem der Haut. Entgegen handelsüblichen Seifen mit einem basischen pH-Wert wird Syndets eine höhere Hautschonung zugeschrieben. Die Verwendung ist daher speziell für Patienten mit empfindlicher Haut von Vorteil. Doch auch hier gilt es, die Hände nach dem Waschen richtig zu pflegen!

Keine trockenen Hände mit der richtigen Handpflege

Das vermehrte Waschen der Hände in Zeiten der Corona-Pandemie hinterlässt schon seine Spuren. Besonders an den Fingerknöcheln werden vermehrt trockene Stellen bemerkt. Häufiges Eincremen der Hände mit spezieller Handcreme ist die beste Möglichkeit, dem vorzubeugen und bereits rissige Hautstellen zu pflegen. Doch aufgepasst: Handcreme mit Duftstoffen mag vielleicht gut riechen, kann entstandene Schäden auf der Haut im schlimmsten Fall aber noch weiter reizen. Eine reichhaltige Handcreme ohne Parfümzusatz ist hier am besten geeignet. Diese sollte optimalerweise direkt nach dem Händewaschen und dem Gebrauch von Desinfektionsmittel aufgetragen und gleichmäßig auf den Fingern, Handrücken und Handinnenflächen verteilt werden.

Wie Hautpflege das Risiko einer Infektion senkt

Die Hautpflege an den Händen ist aber nicht nur aus ästhetischen Gründen wichtig, sondern kann darüber hinaus entscheidend zur Senkung des Ansteckungsrisikos beitragen. In Rissen der Haut oder auf trockenen Stellen sammeln sich Viren schneller an und verbleiben dort länger. Das Risiko der Ansteckung und der Weiterverbreitung ist damit höher. Je intakter jedoch die Hautbarriere der Hände ist, desto weniger Viren und Bakterien können sich dort ansammeln. Dem regelmäßigen Eincremen der Hände ist daher definitiv ausreichende Aufmerksamkeit zu schenken.

Die derzeitige Situation ist für niemanden einfach. Zu Ihrer eigenen Sicherheit und zum Schutz Ihrer Mitmenschen bitten wir Sie aber, das Thema der Handhygiene und -pflege ernst zu nehmen. Somit tragen Sie dazu bei, eine schnelle Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Für weiterführende Fragen zur richtigen Handpflege steht Ihnen das Team der Hautmedizin Bad Soden sehr gerne zur Verfügung.

Bleiben Sie gesund!