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Lipödem im Alltag – Tipps für den Umgang mit der Erkrankung

28.01.2020

Viele Frauen leiden an der Erkrankung und kennen die Probleme, die sie im Alltag verursacht: Wenn trotz gesunder Ernährung und Bewegung übermäßig viele Fettpolster an den Beinen entstehen, handelt es sich oft um ein Lipödem. Diese Fettverteilungsstörung tritt fast ausschließlich bei Frauen auf und ist in verschiedene Stadien einzustufen. In den Anfangsstadien nur visuell zu erkennen und ohne körperliche Beschwerden, kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu schmerzhafter Druckempfindlichkeit und Schwellungen kommen. Wie Betroffene im Alltag mit einem Lipödem umgehen sollten und welche Behandlung wirklich helfen kann, erläutern wir Ihnen in diesem Beitrag.

Bequeme und funktionale Kleidung ist wichtig

Durch das vermehrte Fettgewebe, welches sowohl an Ober- als auch Unterschenkeln auftritt, fällt es Lipödem-Patientinnen sehr oft schwer, geeignete Bekleidung zu finden. Das Fettgewebe sitzt nämlich unproportional an den Beinen und tritt meistens dellenartig auf. Das Hauptaugenmerk bei der Kleidungssuche sollte darauf liegen, bequeme und weitgeschnittene Kleidungsstücke zu finden, um ein Einschneiden oder Bewegungseinschränkungen zu vermeiden. Auch aus ästhetischen Gründen greifen viele Frauen mit einem Lipödem zu weiten Hosen oder Röcken.

Besonders wichtig ist darüber hinaus die richtige Passform der Kompressionsstrümpfe. Diese geben den Beinen Stabilität, können Beschwerden lindern und Wasseranlagerungen im Fettgewebe entstauen.

Ernährung & Sport für Lipödem-Patientinnen

Das Lipödem wird sehr oft mit gewöhnlichem Übergewicht verwechselt, grenzt sich jedoch deutlich von diesem ab. So wird es nicht durch eine Gewichtszunahme verursacht, anders herum hat aber auch eine Gewichtsreduzierung keinen Einfluss auf das Lipödem. Sportliche Betätigung und Diäten können daher nichts gegen die Erkrankung ausrichten, trotzdem sind eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung empfehlenswert. Zusätzlich zum Lipödem auftretendes Übergewicht kann sich negativ auf den Verlauf der Krankheit auswirken, beispielsweise in Form von Bewegungseinschränkungen und Voranschreiten der Stadien. Mit einem ausgewogenen Ernährungsplan und Sport (hier auf Kompressionskleidung achten) lassen sich die Beschwerden lindern.

Was hilft dauerhaft gegen ein Lipödem?

Die oben beschriebenen Tipps und Tricks sind ein guter Weg, sich halbwegs mit einem Lipödem im Alltag zurechtzufinden und Beschwerden bestmöglich zu lindern. Trotzdem sollte immer auch eine begleitende Behandlung der Erkrankung stattfinden. Konservative Methoden wie beispielsweise ärztlich verordnete Kompressionsstrümpfe sind ein wichtiger Bestandteil und helfen bei der Linderung. Die einzige Möglichkeit, eine dauerhafte Entfernung des Lipödems zu erreichen, besteht in der Liposuktion, einer Fettabsaugung. Hierbei wird das angesammelte Fettgewebe an den Beinen zunächst mit einer speziellen Tumeszenz-Lösung aufgeschwemmt und anschließend über eine stumpfe, vibrierende Kanüle schonend abgesaugt (PAL-Methode). Eine schonende Liposuktion erkennt man an der gelben Farbe des abgesaugten Fettes und wenigen Hämatomen im behandelten Bereich. Die PAL-Methode stellt daher den Standard in der Liposuktion des Lipödems dar (Ergebnis einer internationalen Lipödem-Expertenkonferenz 2016 in Wien).

 

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