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Allrounder Hyaluronsäure – von Faltenbehandlung bis Allgemeinmedizin

07.05.2021

Hyaluronsäure, kurz Hyaluron, ist Vielen ein Begriff und wird meist im Zusammenhang mit Beauty-Produkten und Hautalterung genannt. Dabei ist der Wirkstoff vielschichtiger als oft angenommen und kann mehr als nur kleine Fältchen behandeln. Im Folgenden geben wir Ihnen einen näheren Einblick.

Was ist Hyaluronsäure?

Zunächst ein kurzer Ausflug in die Theorie: Hyaluronsäure ist eine Substanz, die – und das ist den meisten Menschen gar nicht bekannt – vom Körper selbst produziert wird und an vielen Stellen vorkommt: Beispielsweise im Glaskörper des Auges, in der Gelenkflüssigkeit und der Haut. Ungefähr acht Gramm werden pro Tag produziert und sorgen für einen geregelten Flüssigkeitsgehalt in besagten Bereichen.

Im Laufe des Alters nimmt der Gehalt im Körper jedoch ab. Um die Produktion von Hyaluronsäure – und auch Kollagen – wieder anzuregen, kann auch von außen Hyaluronsäure zugeführt werden.

Anwendung zur Volumen- und Faltenbehandlung

Falten gehören zum Altern dazu. Wann und wie stark sich diese bilden, hängt dabei von der genetischen Veranlagung sowie der individuellen Lebensweise ab. Die verringerte Hyaluronsäureproduktion des Körpers ist einer der Gründe für Hauterschlaffungen.

Neues Volumen und glattere Haut lassen sich mit einer Faltenunterspritzung bzw. einer Volumenbehandlung unter Zuhilfenahme von Hyaluronsäure erreichen. Dazu injiziert der behandelnde Arzt den Wirkstoff direkt in die erschlaffte Region. Häufige Anwendungsbereiche sind die Nasolabialfalten oder die Marionettenfalten an den Mundwinkeln. Neben der Anhebung erschlaffter Partien ist auch eine Konturierung des Gesichts möglich.

Weitere nennenswerte Volumenbehandlungen mit Hyaluron sind unter anderem die Lippenunterspritzung oder die Korrektur von Unebenheiten auf dem Nasenrücken.

Anwendung im medizinischen Bereich

Obwohl Hyaluron in erster Linie mit der Ästhetik assoziiert wird, kommt sie auch in der Allgemeinmedizin immer wieder zum Einsatz. Beispiele hierfür sind Behandlungen zum Feuchthalten chronischer Wunden oder gegen Gelenkverschleiß (Arthrose). Inzwischen ist Hyaluronsäure auch häufiger Bestandteil in Präparaten wie Nasensprays und Augentropfen. Ziel ist hier stets die Versorgung mit neuer Feuchtigkeit.

Hyaluronsäure in Cremes – worauf gilt es zu achten?

Wie eingangs erwähnt, ist Hyaluronsäure insbesondere durch ihr Vorkommen in vielen Beauty- und Pflegeprodukten bekannt. Üblicherweise sind in Anti-Aging- und Hyaluron-Cremes zur Faltenbehandlung etwa 5–12 mg pro Milliliter enthalten. Die genaue Menge wird jedoch meist bei der Angabe der Inhaltsstoffe nicht mit genannt. Grundsätzlich kann man hier aber davon ausgehen: Je weiter vorne der Wirkstoff in der Liste der Ingredienzien aufgeführt wird, desto mehr ist enthalten.

Die Wirksamkeit der Beauty-Cremes variiert je nach Produkt und Anwender, lässt sich daher nie genau vorhersagen. Sie können bei kleinen Fältchen an der Hautoberfläche (z. B. „Knitterfältchen“ oder „Trockenheitsfältchen“) hilfreich sein, bei tieferen Falten mit Sofort-Effekt ist jedoch eine ästhetische Faltenunterspritzung sinnvoll.

Experten-Interview zum Thema Hyaluron

Dr. med. Ulrich Kühne spricht im Radiointerview des hr4 über den Einsatz und die Wirksamkeit von Hyaluronsäure. Einen Mitschnitt des Interviews können Sie im folgenden Video hören.

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