Pricktest

Bei Verdacht auf eine Allergie vom Sofort-Typ (Typ I-Allergie) wie zum Beispiel eine Sensibilisierung gegenüber Pollen, Tierhaaren, Hausstaubmilben oder Nahrungsmitteln wird ein Pricktest durchgeführt. Die Diagnostik wird gegebenenfalls ergänzt durch eine Laboruntersuchung.

Ablauf

Verschiedene Allergene werden in Tropfenform auf die Innenseite des Unterarms aufgetragen und die Haut mit Hilfe einer feinen Lanzette leicht angestochen (englisch: prick = Einstich), so dass die jeweilige Substanz in die Oberhaut eindringt. Dies verursacht in der Regel keine Schmerzen. Die Testung erfolgt mit standardisierten, industriell hergestellten Allergenen. Zur Kontrolle wird zusätzlich eine wässrige Lösung und eine Lösung mit Histamin aufgetragen. Nach 20 Minuten wird die Hautreaktion abgelesen. Beurteilt wird die Rötung und die Quaddelgröße.

Wichtig

Damit die Ergebnisse optimal ausgewertet werden können, ist Ihre Mithilfe notwendig. Bitte beachten Sie folgende Verhaltensregeln:

  • Tragen Sie eine Woche vor Beginn der Testung keine Kortisoncremes auf das Testareal auf. Die Haut muss zur Testung trocken, sauber und fettfrei sein. Verwenden Sie am Untersuchungstag keine Salben, Cremes o.ä..
  • Bitte informieren Sie uns, wenn Sie unter einem ausgeprägten Asthma leiden, wenn Sie Betablocker einnehmen oder wenn Sie schwanger sind.
  • In seltenen Fällen sind im Rahmen der Testung systemische allergische Reaktionen möglich. Bitte melden Sie sich unverzüglich, falls Sie während der Testung Übelkeit, Hautkribbeln, Atemnot oder Herzrasen verspüren.
  • Um die Aussagefähigkeit des Tests nicht einzuschränken, müssen folgende Medikamente rechtzeitig pausiert werden.
  • Antihistaminika (z.B. Lorano, Cetirizin, Telfast, Xusal, Aerius, Ebastel): fünf Tage
  • Kortison (z.B. Prednison, Prednisolon) bei Kurzzeittherapie (weniger als zehn Tage): eine Woche
  • Kortison (z.B. Prednison, Prednisolon) bei Langzeittherapie (mehr als zehn Tage): drei Wochen
  • Trizyklische Antidepressiva (z.B. Imipramin, Amitriptylin, Desipramin): zwei Wochen
  • Neuroleptika (z.B. Promethazin): fünf Tage

 

Bitte setzen Sie die Medikamente nicht eigenmächtig ab. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt, ob ein Absetzen möglich ist.

 

 


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