Ambulante Operationen

Eine unserer wichtigsten ärztlichen Aufgaben ist die operative Entfernung von bösartigen oder krebsverdächtigen Hautveränderungen. Neben dem medizinischen Aspekt ist es dabei stets unser Ziel, ein auch unter ästhetischen Gesichtspunkten ansprechendes Ergebnis zu erreichen. Dabei werden individuell angepasste Operationsmethoden und Wundverschlusstechniken eingesetzt. Aufgrund unserer Praxisstruktur, unserer Ausstattung und der Spezialisierung einiger Ärzte können wir fast alle Hautveränderungen ambulant operieren, ohne dass die stationäre Einweisung in ein Krankenhaus erforderlich ist.

Auch bei harmlosen Hautveränderungen besteht oft der Wunsch nach einer Entfernung, wenn sie funktionell oder ästhetisch stören. Neben der klassischen Operation werden hier auch schnittlose Verfahren wie die Curettage, Kryotherapie (Vereisung), Hochfrequenzkauterisation oder Lasertherapie (siehe auch Ästhetische Dermatologie im Medico Palais) eingesetzt.

Was Sie vor der Operation beachten sollten

Kommen Sie ausgeschlafen und nicht mit leerem Magen zu uns – Sie müssen für die Operation nicht nüchtern sein!!

Wenn Sie blutverdünnende Medikamente (z.B. ASS, Marcumar, Xarelto) einnehmen, informieren Sie uns bitte. Auf keinen Fall sollten Sie diese Medikamente eigenmächtig absetzen, da hieraus gravierende Folgen für Ihre Gesundheit resultieren können. Fast jede Operation an der Haut lässt sich problemlos trotz Blutverdünnungsmitteln durchführen!

Was Sie während der Operation beachten sollten

Ambulante Operationen sind ein Kerngebiet unseres Faches und werden von uns sehr häufig durchgeführt. Diese Tätigkeit ist für uns Routine. Dennoch verstehen wir, wenn Sie ein wenig nervös sein sollten. Wir überwachen daher Ihren Puls und Ihre Sauerstoffsättigung. Bitte sagen Sie uns jederzeit bescheid, wenn es Ihnen nicht gutgeht.

Die Operationen dauern in der Regel nicht lange. Häufig sind wir bereits nach 10 bis 20 Minuten fertig. Liposuktionen und Venen-OPs dauern länger.

Wir operieren ausschließlich in örtlicher Betäubung, welche im allgemeinen sehr gut vertragen wird. Sie bekommen bei uns also keine Vollnarkose!

Das Areal direkt um die Operationsstelle wird steril mit einem Tuch abgedeckt. Bitte berühren Sie es nicht mit Ihrer Hand. Sie sollten möglichst ruhig und entspannt liegen, so helfen Sie uns am besten!

Was Sie nach der Operation beachten sollten

Da wir ausschließlich in örtlicher Betäubung operieren, sind Sie anschließend körperlich kaum eingeschränkt. Lediglich bei größeren Operationen, z.B. einer Operation eines Melanoms, einer Venen-OP oder nach einer Fettabsaugung, empfiehlt es sich, sich von einer Bezugsperson abholen zu lassen.

In den folgenden Tagen sollte das entsprechende Körperteil möglichst geschont werden.

Um ein schönes Ergebnis zu erhalten und um Wundheilungsstörungen zu vermeiden sollten Sie bis zum Fädenziehen keinen Sport treiben und sich nicht lange im Wasser aufhalten (also kein Baden, Schwimmen, Saunieren). Ein kurzes Duschen ist ab dem zweiten postoperativen Tag möglich.

 

Je nach Art der durchgeführten Operation wird die Wundversorgung folgendermaßen durchgeführt:

Bei einer Subkutannaht wird nur unter der Haut genäht. Hierdurch kann ein besonders schönes ästhetisches Ergebnis erzielt werden. Es müssen also auch keine Fäden gezogen werden. Die Fäden wird Ihr Körper im Verlauf von 3 Monaten auflösen. Die Wunde wird an der Oberfläche durch Klammerpflaster, so genannte Steristrips fixiert.

Bei einer Hautnaht werden die Fäden nach 7-14 Tagen gezogen.

Bei einer tangentialen Abtragung, einer sogenannten Shave-Exzision, erfolgt die Abtragung so oberflächlich, dass keine Naht erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens sind die meist hervorragenden kosmetischen Resultate.Es entsteht lediglich eine Schürfwunde, die normalerweise nach ca. 2-3 Wochen verheilt. Die Wunde können Sie offen lassen oder mit einem einfachen Pflaster abdecken, je nachdem was Ihnen lieber ist. Bei Sickerblutungen genügt ein sanfter Druck für einige Minuten. Teilweise kann etwas Sekret oder Wundflüssigkeit austreten und die Wundränder können durch die Mehrdurchblutung gerötet sein. Es handelt sich hierbei nicht um eine Entzündung der Wunde, sondern um einen normalen Heilungsverlauf. Sie können normal duschen und vorsichtig Sport treiben. Passen Sie jedoch auf, dass beim Abtrocknen der Schorf nicht abgerieben wird. Baden, Schwimmen und Saunagänge sollten Sie zum Schutz der Kruste zunächst vermeiden. Für vier bis sechs Wochen sollten Solarien und stärkere Sonnenbestrahlung gemieden werden, um einer Überpigmentierung der behandelten Stellen vorzubeugen.Um den Heilungsprozess zu beschleunigen und um Komplikationen vorzubeugen, empfehlen wir die Anwendung von z.B. Cicaplast Gel 2 x täglich bis zum Lösen der Krusten.


Nach oben