
- Die Bad Sodener Thermalquellen
Natur pur – die Heilkraft der Bad Sodener Thermalquellen
Geologie
Die Entstehung der kohlensäurehaltigen Mineralquellen in Bad Soden am Taunus geht auf geologische Vorgänge der letzten 250 Millionen Jahre zurück. Das Main-Lahn-Gebiet war mehrfach von Meeren überflutet. Es bildeten sich Sole- und Salzlagerstätten, aus denen die Mineralquellen von Bad Soden gespeist werden. Die aus vulkanischen Aktivitäten stammende Kohlensäure des Vogelsbergs als „Lieferant“ der Bad Sodener Thermalsole treibt das Heilwasser an senkrechten Erdverwerfungen in Bad Soden nach oben. Auf dem Weg dahin ist das Thermalwasser in langen Fließwegen durch die Gesteinsschichten mineralisiert worden.
Geschichte
1433 wurde urkundlich das Privileg zu Salzgewinnung erwähnt. In Salinen, bestehend aus Gradierwerken und Sudhäusern wurde die Sole konzentriert und das Kochsalz heraus kristallisiert. Über die Jahrhunderte wurden in Bad Soden über 30 Mineralbrunnen erschlossen. Im Alten Kurpark unterhalb des Medico Palais können Sie einige der Quellen entdecken.
Seit 1983 nutzt der Hautarzt Dr.med. Stephan Aschoff erfolgreich die Quellen zur Behandlung chronischer Hautkrankheiten in medizinischen Einzelwannenbädern.
Übrigens
Ein direkter Zusammenhang zwischen den Thermalquellen, den Trinkwasserquellen und dem Oberflächenwasser besteht nicht. Die zur Anwendung kommenden Quellen werden nicht durch Versickerung des Niederschlagswassers gespeist. Demzufolge gibt es keine Umwelteinflüsse auf die Heilwasserqualität. Mikroorganismen sind nicht nachweisbar, das heißt, die Quellen sind praktisch steril. Die Qualität des Wassers unterliegt regelmäßigen staatlichen Kontrollen.
Wirkung auf die Haut
Thermalsole wirkt antientzündlich und damit auch juckreizstillend. Durch Osmose werden entzündungsfördernde Botenstoffe aus der Haut geschleust. Es kommt zu einer positiven Immunstimulation und psychovegetativen Entstressung, die insbesondere bei Neurodermitis wichtig ist. Bei der Psoriasis wird zusätzlich die um das Siebenfache beschleunigte Zellteilung der Oberhaut gebremst und die Hautschuppen werden abgelöst.
Thermalsole potenziert in günstiger Weise die Fotobiologie. Es wird weniger Ultraviolett-Energie zum Therapieerfolg notwendig oder schafft die Kombination aus Thermalsole und Licht bei hartnäckigen Verlaufsformen der chronischen Hauterkrankung schafft die überhaupt erstmals einen Therapieerfolg.
Einschlägige Studien beweisen die deutlich gesteigerte Wirkung der Thermalsole-Fototherapie im Gegensatz zur sogenannten „Trockenbestrahlung“.
Freundlicherweise wurde die Veröffentlichung wesentlicher Teile dieser Seite vom Magistrat der Stadt Bad Soden am Taunus genehmigt.
